Anuga Executive Summit

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Rückblick Summit 2017

Thema 2017: Omni-Shopper überall – Herausforderungen der Digitalisierung für Lebensmittelhandel und Konsumgüterindustrie

Anuga Executive Summit 2017 steht im Zeichen der Digitalisierung

Im Mittelpunkt des Anuga Executive Summit 2017 steht der Megatrend Digitalisierung. Natürlich hat die digitale Revolution auch Lebensmittelhersteller und Lebensmittelhandel bereits erfasst. Neue datengetriebene Konzepte verändern nicht nur Marketing, Vertrieb und Einkauf von Lebensmitteln sowie Produktentwicklung und Organisation von Warenströmen. Sie gehen auch mit einer Evolution der Unternehmenskultur einher. Denn die Steuerung digitaler Geschäftseinheiten erfordert zum Beispiel neue Ansätze in der Teamführung.

Bei digitalen Vermarktungsstrategien für Lebensmittel konkurrieren momentan mehrere Geschäftsmodelle miteinander. Dazu gehören digitale Marktplätze, B2C-Modelle, Spezialitätenhändler, reine Online-Supermärkte mit eigener Logistik und eigenem Warenrisiko oder Abo-Modelle.

Diese Vielfalt untermauert die Prognose, die von den meisten Marktforschern mittlerweile geteilt wird: Der Konsument wird auch als Lebensmittelkäufer in naher Zukunft ein Omni-Shopper sein, der die Einkaufskanäle nach eigenem Belieben kombiniert. Er erwartet ein vernetztes Einkaufserlebnis, in dem stationärer Handel, Online-Medien und die Nutzung mobiler Geräte verschmelzen.

Der Kunde der nahen Zukunft informiert sich demnach hauptsächlich in sozialen Medien und auf virtuellen Marktplätzen und Vergleichsportalen über Produkte. Dafür nutzt er vor allem sein Smartphone oder Tablet. Sowohl für die Information vor und während des Lebensmitteleinkaufs als auch bei der Produkt-Vermarktung werden mobile Apps daher immer wichtiger.

Vernetzte Einkaufserlebnisse für Omni-Shopper

Für die Kaufberatung werden Konsumenten noch häufiger Messenger-Dienste nutzen. Auch aus diesem Grund ergründen mehr und mehr Handelsunternehmen und Konsumgüterhersteller derzeit intensiv das Potenzial von Chatbots. Die Vision ist der auf künstlicher Intelligenz basierende Konversationsroboter, der als virtueller Shopping-Assistent und digitaler Einkaufberater in einem agiert. Erste Piloten werden bereits in der Praxis getestet.

Die Technik für die immer schneller voranschreitende Verschmelzung von Online- und Offline-Handel ist vorhanden. So kommunizieren Sensoren auf der Verkaufsfläche mit dem Smartphone des Kunden. Dadurch ist es möglich, ihn vor dem jeweiligen Regal zu orten und ihm entsprechende Produktinformationen und Kaufanreize auf sein Handy zu übertragen. Diese Filialnavigation per Handy lässt sich auch für Analysen von Kundenlaufwegen einsetzen.

Chief Digital Officer für die Konsumgüterindustrie

Aber nicht nur für den Handel, auch für Konsumgüterhersteller bringt die Digitalisierung große Veränderungen mit sich. Auch sie treibt zunehmend die Sorge, von digitalen Geschäftsmodellen überholt zu werden, die neu definierte Kundenbedürfnisse besser oder billiger befriedigen.
FMCG-Hersteller begegnen dieser Gefahr auf verschiedenen Wegen. Auf struktureller Ebene schaffen mehr und mehr Unternehmen unter einem CDO einen eigenen Verantwortungsbereich für das Digitalgeschäft. Sie gründen eigene Tochtergesellschaften, um digitale Geschäftsmodelle zu konzipieren, sie machen sich durch Unternehmensübernahmen solches Know-how zu nutzen oder gehen Kooperationen mit erfolgreich agierenden Start-up-Entwicklern ein.

Erfolgsfaktoren im Omni-Channel-Handel: Supply-Chain-Management und Logistik

Wer den Verbraucher als Omni-Shopper begreift, der Einkaufskanal übergreifend denkt, der muss auch bei Lieferkettenmanagement und Logistik ganzheitlicher und kundenzentrierter agieren. Omni-Shopper wollen nicht nur jederzeit und überall einkaufen können, sondern die Ware auch zur jeder Zeit an jeden beliebigen Ort geliefert bekommen. Einzelkanalstrategien werden diesen veränderten Verbraucherbedürfnissen immer weniger gerecht.

Der direkte Kontakt zum Endkunden variiert je nach Kanal. Beim Online-Handel verlagert er sich im Vergleich zum stationären Handel. Dieser liegt beim Paketzusteller – und damit beim Logistik-Dienstleister und nicht mehr beim Händler. Daher verfügt der Logistiker über Informationen zum Kunden, die komplementär zu denen des Händlers sind. Verknüpft man beide, so ergibt sich ein Informationsvorsprung.

Der Logistiker kann anhand von Erfahrungswerten aus Lieferungen einschätzen, wie etwa die bauliche Situation vor Ort ist, ob es sichere Ablageorte für die Lieferungen gibt, zu welchen Zeiten jemand meistens zuhause ist oder wie oft etwa Retouren zurückgegangen sind. Es liegt also ein wichtiger Informationsdatensatz vor, der mithilfe von digitalen Lösungen gehoben werden kann und für gute Omni-Channel-Lösungen unabdingbar ist.

Die zeitfenstergenaue Zustellung oder die Bedienung neuer Auslieferungspunkte wie Paketkästen sind große Herausforderungen für die Routenplanung oder das Management von Bestellvorgängen. In absehbarer Zukunft könnten dafür selbstlernende und selbstfahrende Systeme zum Einsatz kommen. Selbst die autonome Zustellung im öffentlichen Raum mithilfe kleiner Roboterfahrzeuge ist keine Utopie mehr.


Impressionen 2017


Programm 2017

Theater am Tanzbrunnen
Einlass: 18:00 Uhr
(Beginn: 18:30 Uhr)


Begrüßung

Friedhelm Dornseifer
Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels


Grußwort

Dr. Wolfgang Ingold
Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie


Vorträge

Omni-Channel E-Commerce mit Lebensmitteln: Chancen und Herausforderungen

Dr. Johannes Steegmann
Geschäftsführer REWE Digital Marketing, Strategie und Ventures

Seit Anfang 2014 ist Dr. Johannes Steegmann Geschäftsführer von REWE Digital. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Marketing, Digital Strategie und Ventures. In dieser Funktion ist er REWE Group-übergreifend für den Aufbau von Venture Aktivitäten, die Erarbeitung der e-Commerce Strategie, das Marketing für den REWE Lieferservice sowie die Leitung der internen digital Marketing Agentur der Rewe Group zuständig. Das Leistungsspektrum der digitalen Marketing Agentur umfasst die Funktionen: Performance Marketing, Social Media, UX / UI, Text / Design, CRM, Analytics, digital Media Buying und Content Marketing für die Geschäftseinheiten der REWE Group (REWE, PENNY, toom Baumarkt, Touristik, etc.). Zudem setzt REWE Digital seit 2 Jahren mit zahlreichen Industriepartnern eine Vielzahl von Digital-Kampagnen auf den Vermarktungsflächen der REWE um, von der Kreation, über das digital Media Buying und der Messung von Media-KPI bis hin zu resultierenden Abverkaufseffekten online und offline.  

Zuvor war Herr Steegmann drei Jahre Leiter Corporate Development & Consulting der REWE Group, hat neun Jahre bei McKinsey & Company gearbeitet und seine Karriere im Bereich Multimedia bei der Bertelsmann AG gestartet.

Herr Steegmann ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Omni-Channel und Logistik

Matthias Heutger 
Senior Vice President für den Bereich Strategy, Marketing and Innovation bei DHL Customer Solutions & Innovation (CSI)

Die CSI Einheit ist für die Weiterentwicklung der strategischen Fokussektoren Life Sciences & Healthcare, Technologie, Energie, Automotive und Engineering & Manufacturing der DHL und die Betreuung der weltweiten Top 100 Kunden von DHL zuständig.

Matthias Heutger hat zudem globale Verantwortung für Innovation bei DHL inkl. der DHL Innovation Center und Trend Research.


Diskussion

Talkrunde mit den Rednern und Gelegenheit für Fragen und Anmerkungen durch das Publikum


Grußwort der Koelnmesse und Überleitung zum Get-Together

Gerald Böse
Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse

 

Moderation: Susan Link (TV-Moderatorin)

 


Get-Together

Sebastian Frank – Horváth** (Berlin)

Für seine emanzipatorische Küche wurde der aus Österreich stammende Koch des Jahres 2011 bereits mit zwei Michelin-Sternen geehrt. Der Küchenchef des Restaurant Horváth** in Berlin präsentiert eine unkonventionelle, moderne Küche, die ihresgleichen sucht. Seine Visison von der Auflösung tradierter Regeln ist wegweisend für die neue Generation der Sterneköche.

Christian Sturm-Willms – YUNICO* (Bonn)

Er ist der Botschafter für die neue euroasiatische Fusionsküche und brillierte in 2013 als Koch des Jahres. Als Chefkoch des YUNICO* im Kameha Grand Bonn präsentiert er aromenreiche und experimentierfreudige Kombinationen. Durch die Anwendung neuer Techniken und die Anlehnung an aktuelle kulinarische Trends setzt er immer wieder neue Akzente.

Stefan Lenz – Tennerhof Kitzbühel (AT)

Stefan Lenz ist der  „Koch des Jahres 2015“ und prägt einen klaren Küchenstil von handwerklich präziser und regionaler Haute Cuisine. Sein Fokus liegt auf den besten Produkten und Zutaten der Region, die der Küchenchef des Kitzbüheler Tennerhof mit außergewöhnlichem Feingefühl  und auf höchstem internationalen Niveau um